Der genießt wahre Muße, der Zeit hat, den Zustand seiner Seele zu fördern.

Henry David Thoreau

 

Wahre Muße genießen? Was ist das eigentlich „Muße“?

Wikipedia schreibt dazu:  „Als Muße bezeichnet man die Zeit, die eine Person nach eigenem Wunsch nutzen kann.“

Also doch eigentlich Freizeit?

Prinzipiell ja, wäre unsere Freizeit nicht oft fremdbestimmt oder von Fremdinteressen beeinflusst. Diese müssen nicht einmal offensichtlich sein. Dagegen könnten wir uns ja wehren. Die Fremdbeeinflussung, die Erwartungen der Anderen haben wir schon so verinnerlicht, dass wir sie kaum noch bewusst wahrnehmen.

Einfach nur mal da sitzen und den Augenblick genießen.

Für viele eine sonderbare Vorstellung.Wir sind es einfach gewohnt, dass immer etwas los ist, ein Event jagt das nächste. Man könnte doch statt dessen, … .        Und überhaupt, ist denn nicht Müßiggang aller Laster Anfang?

Für die Menschen der Antike war er das nicht. Sie hielten ihn für wichtig um den Charakter zu bilden und kreativ zu sein. Für sie war die Muße das Gegenteil von müssen, nämlich als Sklave zu arbeiten.

Die Seele und der Geist hatten während der Mußestunden Gelegenheit sich zu entfalten und ihr ganzes Potential auszuschöpfen. Hätten Archimedes oder Pytagoras damals auch so viel Stress in Freizeit und Beruf gehabt, hätten sie gewiss nicht so geniale Ideen ausbrüten können.

Und heute?

Wir müssen erst wieder lernen nur bei uns zu sein, ohne Ablenkung, die Seele baumeln lassen.

Dabei ist das für uns so wichtig, denn wenn die Seele leidet, belastet ist und mit ihren Bedürfnissen ignoriert wird, dann werden wir krank.

Wir leiden, sind unzufrieden mit uns und dem Leben. Hetzen immer weiter auf der Suche nach etwas, was uns Zufriedenheit schenkt und werden es doch in keinem Event finden.

Doch wie kann ich den Zustand meiner Seele fördern?

Ich mache etwas nur für mich, weil ich Freude daran habe, weil ich merke, wie gut mir etwas tut.

Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche.

Zeit für mich.

 

 

 

 

 

Der genießt wahre Muße, der…

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